Antrag: Parkzone 54 am Platz der Vereinten Nationen anpassen
Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:
Das Bezirksamt wird ersucht,
- die derzeitige Zuordnung der Wohnadressen im Bereich Platz der Vereinten Nationen 3-12 zur Parkzone 40 zu überprüfen und eine Zuordnung zur Parkzone 54 vorzunehmen.
- die Auswirkungen der Einführung der Parkzone 54 auf die Parkplatzsituation der Anwohner rund um den Platz der Vereinten Nationen, die Strausberger Straße sowie die Palisadenstraße darzustellen,
- zu prüfen, wie Bewohnerparkzonen künftig stärker an den tatsächlichen örtlichen Gegebenheiten sowie dem bestehenden Parkdruck ausgerichtet werden können.
Dabei soll insbesondere dargestellt werden, wie viele öffentliche Stellplätze den betroffenen Anwohnern derzeit tatsächlich im unmittelbaren Wohnumfeld zur Verfügung stehen und wie sich die Anzahl der nutzbaren Stellplätze in den vergangenen Jahren entwickelt hat.
Darüber hinaus ist darzulegen, aus welchen Gründen die Wohnadressen im Bereich Platz der Vereinten Nationen weiterhin der Parkzone 40 zugeordnet wurden und welche Möglichkeiten das Bezirksamt sieht, die bestehende Zoneneinteilung anzupassen, um die wohnortnahe Parksituation für die betroffenen Anwohner zu verbessern.
Begründung:
Seit Einführung der Parkraumbewirtschaftung der Parkzone 54 zum 01.04.2026 wird von Anwohnern rund um den Platz der Vereinten Nationen Kritik an der bestehenden Zoneneinteilung geäußert. Dabei wird die grundsätzliche Einführung der Parkraumbewirtschaftung ausdrücklich nicht infrage gestellt. Vielmehr wird bemängelt, dass die derzeitige Ausgestaltung der Parkzonen zu erheblichen Nachteilen für einzelne Anwohner führt.
Besonders betroffen sind die Wohnadressen Platz der Vereinten Nationen 3 bis 12. Nach Angaben der Bewohner ist nicht nachvollziehbar, weshalb dieser Wohnbereich weiterhin der Parkzone 40 zugeordnet wurde, obwohl die unmittelbar angrenzenden Straßen bereits Teil der Parkzone 54 sind. Aus Sicht der Anwohner hätte eine Anpassung der Zonenzuordnung ohne größeren zusätzlichen Aufwand erfolgen können.
Kritisiert wird zudem der Verlauf der Zonengrenzen rund um die Lichtenberger Straße, die Palisadenstraße sowie die Strausberger Straße. Die derzeitige Einteilung wird von vielen Bewohnern als nicht schlüssig und nicht ausreichend an den tatsächlichen örtlichen Gegebenheiten orientiert wahrgenommen.
Nach Angaben der Anwohner stehen für rund 440 Haushalte derzeit lediglich etwa 60 Stellplätze im unmittelbaren Wohnumfeld zur Verfügung. Gleichzeitig berichten Bewohner, dass in den direkt angrenzenden Bereichen der Parkzone 54 weiterhin freie Stellplätze vorhanden seien, die von ihnen jedoch nicht genutzt werden dürfen. Auch bestehende Ausweichmöglichkeiten seien bereits vollständig ausgelastet.
Vor diesem Hintergrund erscheint eine Überprüfung der bestehenden Zoneneinteilung sowie der tatsächlichen Parkplatzsituation vor Ort erforderlich. Ziel muss eine nachvollziehbare und praxistaugliche Parkraumbewirtschaftung sein, die sich stärker an den realen Gegebenheiten und den Bedürfnissen der Anwohner orientiert.